LEBEN AM KAROLINENANGER

Informationen zum Bürgerentscheid am 19. April 2026

Im Nordosten von Kolbermoor liegt ein Grundstück, eingebettet zwischen bestehenden Wohngebieten und nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt: der Karolinenanger. Für die Stadt Kolbermoor bietet diese Fläche großes Potenzial – die Chance auf ein lebendiges, grünes und sozial gemischtes Quartier für die Menschen in Kolbermoor. 

Am 19. April entscheiden die Bürgerinnen und Bürger über die Zukunft dieses Projekts. Anlass ist der Bürgerentscheid Kolbermoor, der von der Bürgerinitiative Kolbermoor N.O.T. initiiert wurde. 

Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen zur Quartiersentwicklung Kolbermoor Nord-Ost und und welche Bedeutung ein „Nein“ beim Bürgerentscheid hat. 

Der Karolinenanger – eine echte Chance für Kolbermoor

Dank ihrer gesetzlich verankerten Planungshoheit kann die Stadt Kolbermoor die Entwicklung des Karolinenangers aktiv steuern und sicherstellen, dass die definierten Ziele den Menschen in Kolbermoor zugutekommen:

  • Sicherung und Verbesserung der Erschließung für bestehende und neue Bebauung
  • Schaffung von gefördertem Wohnraum und sozialer Infrastruktur
  • Regenrückhalt zum Schutz der Unterlieger an Teufelsgraben und Bahngraben
  • Schaffung öffentlicher Grünflächen und neuer Wegeverbindungen


Die zentrumsnahe Lage bringt klare Vorteile:

  • 5 Minuten mit dem Fahrrad in das Stadtzentrum oder zum Bahnhof
  • Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie, Ärzte, Schulen und Rathaus bequem zu Fuß erreichbar
  • Naherholung am Tonwerkweiher in unmittelbarer Nähe
1 / Karolinenanger // 2 / Rathaus // 3 / Stadtmitte // 4 / Bahnhof // 5 / Naherholung Tonwerkweiher

Die Planungs­ho­heit der Stadt stellt sicher, dass die Ent­wicklung des Karo­linen­angers den Menschen in Kolber­moor zugute­kommt.


 

Kolbermoorer Bürger gestalten mit

Von Beginn an wurden die Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Planung eingebunden. Ein zentrales Ergebnis der Bürgerbeteiligung: Statt zwei Parkhäusern wird es eine gemeinsame Tiefgarage geben – ein ausdrücklicher Wunsch vieler Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Weitere Ideen und Anregungen aus der Bürgerbeteiligung finden Sie im Rückblick.

Zukunft sichern: Bezahlbares Wohnen, Kita & Altenpflege

Der Karolinenanger soll wichtige Angebote für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger schaffen:

  • Ersatzbau für das Altenwohnheim St. Franziskus gemeinsam mit der Caritas – ohne Unterbrechung des Pflegebetriebs und mit Sicherung der Arbeitsplätze.
  • Bau von 100 städtischen Wohnungen mit vergünstigter Miete, ausschließlich für Kolbermoorer Bürgerinnen und Bürger. Aktuell stehen rund 400 Wohnungssuchende auf der Warteliste der Stadt.
  • Neue Kindertagesstätte mit Krippe, Kindergarten und inklusiven Betreuungsplätzen – fuß- und radfreundlich erreichbar.
  • Mehrgenerationenwohnen mit barrierefreien Wohnungen – von kleinen Appartements bis zu großen Familienwohnungen sowie einem exklusiven Vorverkaufszeitraum für Kolbermoorer Bürgerinnen und Bürger.
  • Gemeinschaftsangebote wie Gemeinschaftsräume, Gemeinschaftsgarten, Coworking, Gästezimmer, Yogaraum sowie ein Café oder Bäcker.

Fast 50 % der Geschoss­fläche dienen sozialen Zwecken: städtische Wohnungen, Kita und Ersatz­bau Alten­heim. 


 


Rund 400 Wohnungssuchende 
stehen auf der Warteliste der Stadt. 


 

Ein Ort für alle Generationen

Auf dem Karolinenanger entsteht ein architektonisch ausgewogenes Quartier aus Gebäuden mit zwei, drei und vier Geschossen. An den Rändern orientiert sich die Bebauung mit niedrigeren Häusern bewusst an der bestehenden Nachbarschaft. Die Mitte bildet mit drei- und viergeschossigen Gebäuden ein einladendes und lebendiges Quartiers­zentrum. 

Facettenreiche Grünräume

  • Rund 57% der Fläche werden als Grün-, Biotop- oder Biodi­versi­täts­flächen gestaltet.
  • Der Teufelsgraben wird ökologisch aufgewertet und großzügig erweitert.
  • Etwa 25% der Fläche sind öffentliche Wege für Fußgänger und Radfahrer.
  • Wir pflanzen 200 neue, klimastabilen Bäume unterschiedlicher Arten. 

Der Karolinenanger verbindet Natur- und Stadtraum. So wird nicht nur die Lebensqualität gesteigert, sondern auch der Klimaschutz aktiv unterstützt – ein bewusster Beitrag gegen Versiegelung und für Biodiversität.


Auf dem Karolinenanger werden ca. 200 neue, klimastabile Bäume unter­schied­licher Arten gepflanzt.


 

Intelligente Mobilität

  • Das Quartier wird über die Fürstätter Straße und die Karolinenhöhe erschlossen – als verkehrsberuhigter Bereich oder Spielstraße.
  • Die vorhandenen Straßen bieten eine solide Grundlage für einen modernen Ausbau, der den Verkehr zuverlässig aufnehmen kann.
  • Eine neue Fuß- und Radwegbrücke über den Teufelsgraben verbindet den Karolinenanger direkt mit der Stadt. Das Radwegenetz wird bis nach Rosenheim und Großkarolinenfeld erweitert.
  • Eine zentrale Tiefgarage mit Stellplätzen für private Autos. Zusätzlich stehen Carsharing, Lastenräder und E-Bikes zur Verfügung.
  • Eine neue Stadtbus-Haltestelle sorgt für zusätzliche Anbindung.
  • Der Bahnhof ist nur fünf Minuten mit dem Fahrrad entfernt.

Weniger Verkehr, mehr Lebens­qualität: Durch das Mobi­litäts­kon­zept kann das Quar­tier am Karo­linen­anger mit rund 20 % weniger Autos aus­kommen. 


 

Zukunftsfähige Energie

  • Lokales Heizkraftwerk für nachhaltige Fernwärme ganz ohne fossilen Brennstoff
  • Photovoltaik auf den Dachflächen, um sauberen Strom direkt vor Ort zu erzeugen

Regenrückhalt & Entwässerung

  • Ein modernes Retentionssystem sammelt Regenwasser in miteinander verbundenen Becken und gibt es gezielt wieder ab.
  • Das System schützt nicht nur das Quartier selbst, sondern verbessert auch die Situation für angrenzende Grundstücke.
  • Fachgutachten belegen die Wirksamkeit des Konzepts – auch bei Starkregen.
  • Naturnahe Gestaltung der Retentionsbecken als wertvoller Erholungsraum für Natur und Mensch.

MvB Baukultur: Entwickler nachhaltiger Lebensräume

Wir bauen, was zu Land und Leuten passt – und schaffen damit echte Lebensräume. Orte, an denen Menschen sich wohlfühlen, Gemeinschaft erleben und Heimat finden können. Denn unsere Region wird geprägt von den Menschen, die sie bewohnen.

Unsere Projekte zeigen: Baukultur funktioniert, wenn Erfahrung, Fachkompetenz und regionale Partner zusammenkommen – und genau das bringen wir als Partner der Stadt Kolbermoor auch am Karolinenanger ein.


Auch am Karo­linen­anger bauen wir verant­wortungs­voll, sozial und öko­lo­gisch. 


 

Liebe Kolbermoorer Bürgerinnen und Bürger,

wir stehen als Familienunternehmen seit vielen Jahren für eine klare Haltung: besser bauen. besser leben.

Was das bedeutet, haben wir in der Alten Spinnerei gezeigt. Ein Industrie­denk­mal, das heute wieder ein lebendiger Ort zum Wohnen, Arbeiten und Begegnen ist. Möglich wurde das durch Erfahrung, technisches Know-how, regionale Handwerksbetriebe und die enge Zusammenarbeit mit der Stadt und ihren Bürgerinnen und Bürgern.

Unser Anspruch ist Baukultur. Das heißt: Wir bauen nicht irgendetwas irgendwo. Wir bauen so, dass es zu Land und Leuten passt. Funktional, langlebig, zeitlos. Ohne Showeffekte – aber mit Substanz. In Bayern sagt man: Wir bauen was Gscheit’s. Etwas, das auch in 50 Jahren noch Bestand hat.

Genau das wollen wir auch am Karolinenanger tun. Die Heraus­for­derungen kennen wir: Regen­wasser, Boden­verhältnisse, Erschließung. Solche Aufgaben lösen wir nicht zum ersten Mal. Wir lösen sie gründlich, verant­wortungsvoll und gemeinsam mit erfahrenen Fach­planern und Partnern aus der Region.

Für uns ist ein Grundstück mehr als eine Fläche. Es ist ein Stück Natur- und Lebensraum. Und damit ein Stück Zukunft.

Bitte schenken Sie uns Ihr Vertrauen und Ihre Stimme.

Ihr Max von Bredow

Ihre Stimme beim Bürgerentscheid Kolbermoor

Nein zu Stillstand, nein zur Null-Lösung.

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens sprechen sich gegen jegliche Form der Bebauung aus. Keine Wohnungen, kein Altenheim, keine Kita. 

Wenn Sie wollen, dass Kolbermoor sich weiterentwickelt und die Chance auf ein lebendiges und lebenswertes Quartier am Karolinenanger genutzt wird: 

 

Stimmen Sie mit „NEIN“. 

 

Ein „Nein“ beim Bürgerentscheid Kolbermoor heißt: Die Bauleitplanung am Karolinenanger kann wie geplant fortgesetzt werden. 

Die größte Gefahr beim Bürgerentscheid ist, dass viele denken: „Meine Stimme ist nicht nötig, andere werden schon vernünftig entscheiden.“ Genau das darf nicht passieren: Jede Stimme zählt!

Gehen Sie am 19. April zur Wahl oder fordern Sie die Briefwahlunterlagen zum Bürgerentscheid Kolbermoor an! 

Es geht um unsere Stadt – es geht um unsere Zukunft.